Deine Packliste

Die erste Hiking-Tour rückt immer näher. Das Zelt ist im Garten probeweise aufgestellt worden und der Campingkocher wurde getestet. Die Wanderschuhe sind eingelaufen und körperliche Fitness und Kondition sind auf die Anforderungen der Tour eingestimmt. Das Einzige, was noch aussteht, ist das Packen des Rucksacks. Noch einmal haben wir Angeliqa, die den schwedischen Blog Vandringsbloggen betreibt, um Rat gefragt und uns praktische Tipps und Anregungen geholt, was es beim Packen des Marschgepäcks zu beachten gilt und an welche Dinge man vor der Wanderung denken sollte.

vandringsbloggen packlista

Was hast du in deinem Rucksack immer dabei?

Drei Dinge, die ich immer im Gepäck habe, sind: ein Erste-Hilfe-Kit, Feueranzünder und zusätzliche Socken. Bequeme Kleidung, die gut sitzt, Regenkleidung, auf die ich im Rucksack schnell zugreifen kann, und eine Karte/einen Kompass. Meistens habe ich auch eine Thermosflasche und eine Sitzunterlage dabei. Ein warmes Getränk ist auf der Wegstrecke nie verkehrt.

Am besten läuft man zu zweit oder in der Gruppe. Viele Leute würden gerne einmal eine Trekking-Tour machen, haben aber niemanden, der mit ihnen läuft. Mein Tipp: Ladet eure Facebook-Freunde zu einer Tagestour ein – vielleicht findet ihr ja direkt jemanden, mit dem ihr im Sommer eine gemeinsame Trekking-Tour machen könnt.

Welcher Campingkocher eignet sich am besten für eine Wanderung?

Auf jeden Fall ein Gaskocher. Ich benutze Primus Lite+, für mich alleine und wenn ich mit einem Freund unterwegs bin. Er wiegt fast nichts, nimmt nicht zu viel Platz ein und kocht Wasser in etwas mehr als einer Minute. Er ist ideal für Touren, bei denen ich nur gefriergetrocknete Lebensmittel dabei habe, oder wenn ich während einer Pause nur eine schnelle Tasse Kaffee kochen möchte.

Wenn ich in einer größeren Gruppe unterwegs bin oder eine „richtige” Mahlzeit mit „echten” Lebensmitteln kochen will, nehme ich ein Primus Spider Stove Set mit einer zusätzlichen Pfanne mit. Dann habe ich auch die Möglichkeit, etwas aufwändigere Mahlzeiten zu kochen!

Und was ist mit den Lebensmitteln, welche Lebensmittel kochst du?

Meistens nehme ich gefriergetrocknete Lebensmittel mit, die lassen sich leicht würzen und ein bisschen „aufpeppen”, damit sie besser schmecken und appetitlicher aussehen. Einfach nur buntes Gemüse wie Paprika dazugeben und für zusätzlichen Geschmack mit Parmesan oder Pesto verfeinern. An regnerischen Tagen sind zum Beispiel Tortellini mit Schinken ein kulinarischer Genuss. Wenn man sich so richtig verwöhnen will, kann man eine Tafel Schokolade einpacken und sie in heißer Milch schmelzen. Als Topping empfehle ich eine Haube aus Sprühsahne.

Wie versorgt man sich auf einer mehrtägigen Tour mit genügend Trinkwasser?

In den schwedischen Bergen gibt es fast überall Trinkwasser. Man muss einfach nur eine Tasse oder einen Becher nehmen und kann direkt aus einem Bach oder Fluss trinken. Stehende Gewässer oder Seen sollte man allerdings vermeiden. Wenn man sich hinsichtlich der Trinkqualität nicht ganz sicher ist, sollte man das Wasser vorher abkochen.

Sollte man sich auf einer Wanderung auch mal etwas gönnen und sich verwöhnen?

Ja, unbedingt! Ich verwöhne die Leute, mit denen ich auf Tour bin - mich selbst natürlich eingeschlossen - abends gerne mit etwas Besonderem, auch wenn es das Marschgepäck etwas schwerer macht. Man kann das Abendessen zum Beispiel mit einer besonders leckeren Zutat verfeinern, über dem Feuer Glühwein aufwärmen, Hot Dogs mit Brot und Ketchup servieren oder einen schokoladigen Nachtisch anbieten.

In deinem Blog sprichst du manchmal von Hikefulness, was ist das genau?

Mit dem Wort Hikefulness versuche ich, ein Gefühl beim Namen zu nennen, das jeder Hiker kennt und nachvollziehen kann, das man anderen jedoch nur schwer erklären kann. Es ist ein Moment, in dem nicht die Leistung im Vordergrund steht oder die Wegstrecke, die wir in der Natur zurücklegen, sondern die Ruhe und die Atempause, die entsteht, wenn wir nach einem langen Tag gemeinsam an einem offenen Feuer sitzen und auf einen spiegelglatten See blicken. Wenn wir eins sind mit der Natur. Der Moment, in dem es kein Morgen gibt, sondern nur das Hier und Jetzt zählt. Dieses Gefühl bezeichne ich als Hikefulness.

TIPPS:

  • Man sollte immer ein Erste-Hilfe-Kit, einen Feueranzünder und zusätzliche Socken im Gepäck haben.
  • Die Regenkleidung sollte immer in Griffweite und leicht zugänglich sein.
  • Eine Thermosflasche ist nicht verkehrt, ein warmes Getränk ist immer willkommen.
  • Für eine Trekking-Tour ist ein Gaskocher empfehlenswert. Lite+ eignet sich zum Kochen von Wasser für gefriergetrocknete Lebensmittel, Spider Stove Set ist für aufwändigere Mahlzeiten ideal.
  • Das Wasser aus Bächen und Flüssen in den schwedischen Bergen hat Trinkqualität. Wasser aus stehenden Gewässern und Seen sollte man vermeiden.
  • Gefriergetrocknete Lebensmittel können mit buntem Gemüse oder Parmesan ganz leicht aufgepeppt werden.
  • Beim Hiking muss man sich ab und zu auch etwas gönnen.
  • Und natürlich: Hikefulness.
Primus