Auf dem weg zum dach der welt

Es ist die Nacht des 29. Mai im Jahre 1953. In dem Zelt, das der Sherpa Tenzing Norgay mit dem Neuseeländer Edmund Hillary teilt, herrschen minus 27 Grad. Sie haben ihr Zelt auf einem schmalen, schräg abfallenden Felsvorsprung, direkt neben einem 8.500 m tiefen Abgrund aufgeschlagen – ohne Frage einer der riskantesten Schlafplätze dieser Erde.
 

Der Wind zerrt die ganze Nacht an der Zeltwand. Die beiden finden keinen Schlaf. Tenzing entzündet den Primuskocher, um eine heiße Zitrone mit Zucker zu machen. Beide Abenteurer wissen, dass die geringe Sauerstoffkonzentration in der Luft die Atemfrequenz erhöht und zu häufigerem Wasserlassen führt. Das bedeutet zusätzlichen Wasserverlust, und der Flüssigkeitsverlust muss durch häufigeres Trinken ersetzt werden. Zu wenig Trinken kann den Tod bedeuten.

Um halb sieben Uhr morgens brechen die Männer auf, um den Berg in Angriff zu nehmen. Der Gipfel ist bereits in Sonne getaucht, in den tieferen Lagen ist es jedoch noch dunkel, kalt und windig. Der Schnee ist stellenweise so tief, dass die beiden bei jedem Schritt bis zu den Schultern einsinken. Bald ist der Kampf gegen den Schnee und den steilen Berg in der sauerstoffarmen Umgebung deutlich zu spüren. Hillary, der bekannt ist für seine positive Lebenseinstellung, fragt seinen Partner, ob es das Risiko wert sei, weiter zu klettern. „Wir machen es so, wie Sie es wünschen“, erwidert Tenzing.

Stunden vergehen und die Schneeverhältnisse werden nur noch schlimmer. Eine alternative Route ist jedoch nicht in Sicht. Vor den Bergsteigern erhebt sich eine letzte Kraftprobe - eine zwölf Meter hohe vereiste Felswand. Hillary klettert voran. Er schlägt mit dem Eispickel einen Aufstieg und hilft Tenzing auf den Bergrücken hinauf. Den beiden Männern wird bewusst, dass sie bereits höher als jeder andere vor ihnen geklettert sind, und dass der Gipfel in Reichweite liegt. Vor ihnen liegt ein Abschnitt mit tückischen Abgründen zu beiden Seiten. Aber die Sicht ist gut und so kämpfen sie sich weiter nach oben. Ein paar Schläge mit dem Eispickel und sie haben ihr Ziel erreicht: das Dach der Welt.

Ein höfliches Händeschütteln wird schnell zu breiten Lächeln und Schulterklopfen. Edmund Hillary macht ein Foto von Tenzing Norgay, wie er die Flaggen von Großbritannien, den Vereinten Nationen, Nepal und Indien schwenkt. Die Bergsteiger hinterlassen ein Kruzifix und einige Geschenke an die Götter im Schnee, bevor sie sich an den ebenso gefährlichen Abstieg ins Basislager machen.

Everest basecamp on a calmer day, 60 years later. Photo: Daniel Sandberg

Wie wir alle wissen, endete ihr Abenteuer in einem überwältigenden Triumph, und Sherpa Tenzing Norgay wurde zum Nationalhelden und inoffiziellen Botschafter für ein ganzes Volk, mit der Welt als seinem Arbeitsplatz. Edmund Hillary wurde von der englischen Königin zum Ritter geschlagen und kehrte mehrmals nach Nepal zurück, wo er die Stiftung Himalayan Trust gründete. Mehrere Schulen, Krankenhäuser, ein Flughafen und ein Nationalpark um den Mount Everest sind die Ergebnisse der fortwährenden Arbeit der Stiftung – eine Arbeit, die sowohl Hillary als auch Tenzing als die wichtigsten Errungenschaften in ihrem Leben ansehen. Auch wenn sie nur 15 Minuten auf dem Gipfel verbracht haben, so dient ihr Nachlass als Inspiration für die gesamte Menschheit.

Ama Dablam in the Himalaya range. Photo: Daniel Sandberg

Nichts beschreibt den Abenteuergeist, der unsere Arbeit bei Primus inspiriert, besser als Sir Edmund Hillarys Worte über ihre Leistungen: „Als ich auf dem Gipfel des Mount Everest stand, blickte ich über das Tal in Richtung des anderen mächtigen Gipfels, den Makalu, und malte mir im Kopf bereits aus, wie ich ihn besteigen könnte … Dies zeigte mir, dass, obwohl ich auf dem Gipfel der Welt stand, es für mich unter keinen Umständen den Abschluss aller Dinge bedeutete. Ich war weiterhin auf der Suche nach anderen interessanten Herausforderungen.“

   

Warum der Name Mount Everest?

Im Jahre 1852 berechnete der indische Mathematiker Radhanath Sikdar die genaue Höhe des höchsten Berges der Welt. Der damalige Leiter der Geodäsie- und Kartographiebehörde von Indien, der britische Generalmajor Andrew Waugh, beschloss, den Berg nach seinem Amtsvorgänger George Everest zu benennen, der den indischen Subkontinent in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kartographisch erschloss. Ironischerweise war Everest selbst dafür, den einheimischen Namen beizubehalten.

Der Himalayan Trust

Die britische Expedition zum Mount Everest im Jahr 1953, an der Hillary und Tenzing teilnahmen, verwendete Outdoor-Kocher und Laternen von Primus. Auch wenn diese beiden Abenteurer es nicht mehr tun, ihr Erbe lebt weiter, vor allem durch die von Edmund Hillary gegründete Stiftung. Weitere Informationen, wie Sie den Himalayan Trust und seine gemeinnützige Arbeit unterstützen können, finden Sie unter www.himalayantrust.co.nz.

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