Seit 33 Jahren Im Eis Eingefroren

Im Jahre 1897 versuchte der schwedische Polarforscher Samuel August Andrée den Nordpol mit einem Wasserstoffballon zu erreichen. Alle drei Expeditionsteilnehmer verschwanden spurlos. Ihr Verschwinden war viele Jahre Gegenstand von Spekulationen, Gerüchten und Mythen.

1930 hatten alle Spekulationen ein Ende, als die Besatzung des norwegischen Robbenfängers MS Bratvaag zufällig auf der Weißen Insel im Arktischen Ozean in der Nähe von Spitzbergen landete. Normalerweise war die Weiße Insel nicht für Schiffe erreichbar, da diese meist von einem breiten Band Meereis umgeben war und auch oft im Nebel versteckt lag. Der Sommer 1930 war jedoch ungewöhnlich warm und das umliegende Meer so gut wie eisfrei. Zweien der Robbenjäger war es gelungen, auf der Suche nach Wasser an Land zu gehen. Während ihrer Suche machten sie eine sensationelle Entdeckung – ein eingefrorenes Boot mit einem Bootshaken mit den eingravierten Worten „Andrées Polarexpedition 1896“. In der Nähe fanden sie auch die Überreste der drei Expeditionsteilnehmer, zusammen mit Filmrollen, Kleidungsfragmenten, Tagebüchern, Logbüchern und Karten, die 33 Jahre lang im Eis eingefroren waren. Die feierliche Überführung der Körper nach Stockholm löste eine ausgedehnte nationale Trauer aus.

Die einzigartigen Fundstücke der Expedition mussten mit der allergrößten Sorgfalt behandelt werden, und einige der renommiertesten Wissenschaftler in Norwegen und Schweden wurden für die schwierige Aufgabe gewählt. Die Seiten der Tagebücher waren zusammengetrocknet, wurden unter Verwendung von Ammoniak sorgfältig getrennt und enthüllten langsam die packende Geschichte des vergeblichen Kampfes der Männer gegen das Eis. Die Aufgabe, die Filme wieder zum Leben zu erwecken, war äußerst kompliziert, aber schließlich wurden grobkörnige Bilder entwickelt, die zeigten, wie das schwere Boot über hohe Eisberge gezogen wurde.

Die Fundstücke enthielten auch einen Primus-Kocher, der immer noch etwas Kerosin im Brenner hatte. Der Kocher wurde direkt nach seiner Ankunft in Stockholm mit frischem Kerosin befüllt und konnte auch nach 33 Jahren im Eis mühelos einen Liter Wasser innerhalb von sechs Minuten zum Kochen bringen. Es besteht kein Zweifel, dass der Kocher auch heute noch verwendet werden könnte.

Trotz all der erstaunlichen, gut erhaltenen Funde weiß die Forschung bis heute noch keine genaue Antwort auf die Frage, was mit dem glücklosen Trio nach ihrem Ballonabsturz in der Nähe des Nordpols passierte.

Primus
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