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        Wir stellen vor: Elle Nikishkova


        Man könnte sagen, dass mein bisheriges Leben eine lange und vielseitige Reise war. Ich hatte eine aufregende Kindheit und bin in verschiedenen Ländern aufgewachsen. Ich wurde 1984 in der Sowjetunion geboren, in der heutigen Ukraine. Als ich sechs war, zog meine Familie nach Kuba, ein Land, das sich von meiner Heimatstadt Lviv (Lemberg) in der Westukraine stark unterscheidet. Gepflasterte Straßen, majestätische alte Gebäude und Trams wurden durch eine sonnige Insel in der Karibik mit exotischen Früchten, türkisblauem Meer und einer anderen Sprache und Kultur eingetauscht.

        Als die Sowjetunion 1991 zerfiel, mussten wir zurück in die Ukraine ziehen. Ein paar Jahre später ging es nach Umeå in Schweden. Ich lebe in Schweden, seit ich zehn bin und in Norrland, seit ich 23 bin. Während meiner Zeit in Umeå engagierte ich mich für politische und ökologische Themen, durch biologische Feldversuche und durch die Zusammenarbeit mit Organisationen. Ich interessierte mich für die Natur und hatte große Pläne, wollte die Umweltprobleme und die Ungerechtigkeit auf der Welt bekämpfen. Ich arbeitete mit der schwedischen UN-Gesellschaft zusammen und leitete Projekte zur Minenräumung in Kambodscha. Gemeinsam mit meinen Freunden kämpfte ich mit Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen für Fabrikarbeiter in Russland. In meiner Kindheit war ich sehr ehrgeizig und wusste genau, was ich studieren wollte und was ich werden wollte, wenn ich groß bin. Ich belegte zwei Bachelor-Studiengänge an der Umeå Universität. Einen in Ökonomiegeschichte und einen in Politikwissenschaft. Ein paar Jahre später begann ich meinen Master in internationaler Politik an der Uppsala Universität. In Umeå machte ich auch eine Ausbildung zur Pilz-Beraterin, um meiner Liebe zur Natur nachzugehen – eine willkommene Abwechslung zu den grellen Neonlichtern meiner Universität.

        Nachdem ich meinen Master in Uppsala abgeschlossen hatte, begann ich mit verschiedenen schwedischen Organisationen im Bereich der Menschenrechte zu arbeiten. Der Job war aufregend und noch heute liegt mir alles, was ich damals studiert habe, sehr am Herzen.

        Kochen und die Natur waren immer zwei meiner größten Leidenschaften.

        Ein paar Jahre lang gönnte ich mir eine Pause, um in Norwegen zu arbeiten und zu „backpacken“. Ich wollte die Welt entdecken, andere Kulturen kennenlernen und natürlich in Party-Hostels in wärmeren Ländern feiern. Während meiner Reisen durch die USA, Zentral- und Südamerika und Asien interessierte ich mich immer mehr für verschiedene Esskulturen. Ich ging zu Kochkursen in Indien, lebte und kochte mit Maya-Familien in Guatemala und vieles mehr. Es war immer mein Traum, zu reisen und zu kochen, wenn möglich im Freien. Ich wollte coole Wochenmärkte entdecken, frisches Gemüse und Obst kaufen und lernen, wie man typische Gerichte verschiedener Orte zubereitet.

        Während meiner Reise durch Zentralamerika bekam ich die Möglichkeit, ein Restaurant in einem Hostel im Dschungel Guatemalas zu eröffnen. Ich willigte sofort ein und blieb dort für ein Jahr. Ich schulte die lokalen Mitarbeiter, die das Restaurant weiterführen würden.

        In anderen Worten: Das Kochen und das Abenteuer ziehen sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Natürlich kann man aber nicht nur reisen und im Dschungel kochen. Man muss auch etwas lernen und versuchen, eine Art Karriere aufzubauen, um Geld anzusparen … richtig?




        Wie kommt es, dass du hier gelandet bist?

        Vor ein paar Jahren war ich beim Utefest Outdoor Festival im Küstengebiet Höga Kusten. Ich hatte mein Backblech dabei und hatte vor, nach den täglichen Abenteuern des Festivals etwas auf offenem Feuer zu kochen. Einmal kochte ich im Open Air Village und begann, Pilze zu braten, die wir bei einem Spaziergang durch den Skuleskogen Nationalpark gesammelt hatten. Diese spontane Aktion fand großen Anklang bei den anderen Gästen und nicht zuletzt auch bei den Vertretern der verschiedenen Outdoor-Marken wie Primus und Morakniv. Das war der Moment, in dem ich verstand, dass es das ist, was ich wirklich machen will. Auf offenem Feuer kochen! Ich beschloss, meine zwei größten Leidenschaften zu meinem Beruf zu machen. Ich kehrte nach Hause zurück und gründete Elles Utemat!

        Als ich in der Sowjetunion aufwuchs, war das Kochen ein zentraler Bestandteil unseres Zuhauses und unserer Kultur. Alles wurde ohne Fertigprodukte gekocht, mit eingelegtem, saftigem und saurem Gemüse, Früchten und Beeren, die im Sommer auf bunten Wochenmärkten eingekauft wurden. Vor großen Festen wie Silvester oder Geburtstagen verbrachten meine Mutter und Großmutter viele Tage mit der Vorbereitung verschiedener Gerichte, die sowohl Zeit als auch Wissen erforderten. Von Kindesbeinen an konnte ich lernen und üben, wie man die perfekten Klöße macht, die leckerste Borschtsch und das knackigste Sauerkraut. Während des Winters ging ich am Nachmittag in den Laden meiner Großmutter und suchte mir eines der vielen bunten Gläser mit eingelegten Beeren und Früchten für das Abendessen aus. Kirschen, Pfirsiche und Erdbeeren in sirupähnlicher Sauce. Ich konnte mich nie entscheiden! Hier begann meine Leidenschaft für Essen und Kochen – in den kleinen, engen Küchen der Sowjetunion und in Gesellschaft dieser unglaublich klugen Frauen.

        Eine echte Pilz-Expertin, oder?

        Ich möchte mich selbst nicht als „Expertin“ bezeichnen. Das klingt nicht sehr bescheiden. Es gibt, wenn überhaupt, nur sehr wenige wirkliche Experten. Man kann nie alles wissen – und das gilt für alles, was wir im Laufe unseres Lebens lernen. Ich bin definitiv keine Pilz-Expertin, weil es so viele Menschen gibt, die viel mehr über Pilze wissen als ich. Außerdem sind Pilze noch relativ unerforscht und die Fakten und Wahrheiten werden ständig neu ausgewertet, abhängig von der neuesten Forschung. Ich denke, ich weiß jedoch genug über Pilze, um andere dazu zu inspirieren, raus in den Wald zu gehen und neue Arten und neue Aromen zu entdecken, die jedes Gericht zu etwas Besonderem machen.




        Elle bei Nyhetsmorgon

        Ich wurde von den Nyhetsmorgon-Produzenten gefragt, ob ich in die TV4-Sendung kommen will, um über Pilze zu sprechen. Eine Redakteurin ist über mein Instagram-Konto gestolpert. Es gefiel ihr, besonders mein humorvoller Ansatz. Sie fand, dass es zu viele Männer in der Pilz-Industrie gab. Sie wollte eine Frau, die die Zuschauer in der Pilz-Saison mit ihrer Begeisterung anstecken kann.  Es hat echt Spaß gemacht, bei Nyhetsmorgon zu sein und zu sehen, wie es hinter der Kamera aussieht. Außerdem konnte ich mit meiner Leidenschaft ein größeres Publikum erreichen. Ich habe nach meinen drei Auftritten dort immer gutes Feedback erhalten und ich hoffe, dass ich auch in der nächsten Saison mit TV4 zusammenarbeiten kann.

        Das Wichtigste beim Pilzesammeln

        ist, dass du weißt, was du pflückst. Am besten besuchst du einen Pilzlehrgang oder trittst dem lokalen Pilzclub bei, um mehr über die verschiedenen Sorten zu lernen. Dann solltest du in einen Mischwald gehen! Weil viele Pilze in Symbiose mit Bäumen wachsen, kannst du in einem Wald, in dem verschiedene Bäume wachsen, auch mehr Pilzarten finden. Was du mitbringen musst, ist ein Korb für die Pilze, ein Pilzmesser und ein aktuelles Pilzbuch, um die verschiedenen Eigenschaften der Pilze zu vergleichen. Kleide dich dem Wetter entsprechend – wie immer, wenn du in die Natur gehst.

         

        Was sind deine drei besten Kochtipps für unsere Leser?

        1. Geh raus! Es ist nichts Außergewöhnliches nötig. Bring einen Primus Kocher und etwas Suppe mit! Die Naturerfahrung und der Hunger sollten der primäre Antrieb sein.
        2. Falls du auf offenem Feuer kochen willst – hacke das Holz in kleinere Stücke. So kannst du das Feuer besser kontrollieren, vermeidest, dass das Essen anbrennt und du unnötigen Rauch einatmest.
        3. Bereite so viel wie möglich – auch das Essen – schon zuhause vor! Packe alles ein, was du zuhause auch brauchst und verstaue es in Beuteln oder Boxen. Du weißt nie, wie das Wetter vor Ort sein wird und vielleicht bist du froh, wenn du in der Kälte und im Wind keine Zwiebeln schneiden musst – vor allem, wenn du das Schneidebrett zuhause vergessen hast.

         

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