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        Dem Regenbogen hinterher

        Ich komme von der Isle of Man, einer von Nebel bedeckten Insel. Die Insel ist bekannt für ihre Wikinger-Mythologie und das größte Motorradrennen der Welt, das Isle of Man TT. Abgesehen davon kann man hier eigentlich nur angeln! Wenn man auf einer 52 km langen und 22 km breiten Insel aufwächst, braucht man einen Zeitvertreib, sonst wird es schnell langweilig. Für mich hat alles angefangen, als mein Vater mich mit zum Steg nahe unseres Zuhauses nahm – daraus entstand ein Hobby, von dem ich wohl bis zum Ende meiner Tage nicht genug bekommen werde. Zum ersten Mal sah ich das Fliegenfischen auf einer alten VHS-Videokassette des Fußballers Sir Jack Charlton. Es war sofort um mich geschehen. Danach bettelte ich meine Eltern an, bis sie mir zum Geburtstag eine Angelrute schenkten. Ich erinnere mich, wie ich das Geschenkpapier zerriss und meine allererste Angelrute zum Vorschein kam. Keine Sekunde später lief ich hinaus in den Garten und schwang die Angel durch die Luft, genau so, wie ich es im Fernsehen gesehen hatte. Da merkte ich, dass es gar nicht so einfach war, wie es aussah!

        Am selben Nachmittag machte ich meinen Angelschein und in diesem Moment begann eine Liebesgeschichte, die bis heute währt: Ich beobachtete die Ufer, hielt Ausschau nach tiefen Löchern im Fluss und versuchte, meine erste wilde Regenbogen- oder Bachforelle zu fangen. Viele Wochen lang fuhr ich täglich zum Fluss und versuchte im Garten die Technik zu lernen, sodass ich den Menschen im Fernsehen nacheifern konnte. So langsam kam ich der Sache immer näher. Im Alter von 13 Jahren stand ich mit meinen hochgerollten Shorts und meinem Schnaken-Köder, der Waffe meiner Wahl, im Fluss und ZACK, wie ein elektrischer Schlag fuhr es durch meine Rute. Ich verspürte ein Gefühl der Panik und kurz danach hatte ich meinen ersten Fisch an der Angel. Ein paar Minuten später lag das Netz am Ufer und daneben stand ein stolzer Teenager mit seiner ersten selbst gefangenen wilden Bachforelle. Der Fisch muss nur knapp ein Pfund gewogen haben, aber die Farben waren phänomenal. Orange, verschiedene Brauntöne und ein Hauch von Gelb – doch die Größe war mir egal, denn für mich war dieser Fisch mein ein und alles. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass sich all die Zeit, die ich mit dem Angeln verbracht hatte, gelohnt hatte – ich war süchtig danach und dieser kleine Fisch hatte mein Bild vom Angeln grundlegend verändert.

        Jeden Tag nach der Schule ging ich zum Weiher, dem Kerrowdhoo Reservoir. In der alten Wikingersprache bedeutet das „dunkles Viertel“. Ich verbrachte einen Großteil meiner Jugend hier und hatte eine Abmachung mit meiner Großmutter: Sie bezahlte meinen Angelschein und da man die gefangenen Fische behalten durfte, erhielt sie die Fische … eine Herausforderung, die ich gern annahm! Schon nach ein paar Monaten hatte sie so viele Fische, dass sie für die nächsten Wochen versorgt war. Auch meine anderen Familienmitglieder und Freunde freuten sich über den leckeren Fisch, den ich ihnen vorbeibrachte. Im Laufe der Jahre fing ich viele tolle Fische, aber die Insel bot nur Bachforellen und Regenbogenforellen. Nachdem ich hier alles gesehen hatte, war es an der Zeit, auf Reisen zu gehen.

        Erst im Alter von 37 Jahren brach ich meinen persönlichen Rekord, den ich mit 15 aufstellte. Es war an einem wunderschönen Ort namens „Lechlade and Bushleaze“. Als ich an einem kühlen Morgen im Februar dort ankam, wusste ich, dass es ein besonderer Tag werden würde. Ich sah in den sozialen Medien, dass dort große Fische gefangen wurden, also wollte ich selbst mein Glück versuchen. Ich war auf dem Wasser, saß in einem Boot unter einem Weidenbaum und angelte mit einem kleinen weißen Köder, als sich meine Angelrute zu bewegen begann. Vor meinen Augen sah ich den Teenager im Fluss, mit den hochgerollten Shorts. Die Panik, die ich damals spürte, kam zurück. Ich wusste, dass dieser Fisch fast 5 kg wiegen musste, da ich eine leichte Angelrute verwendete. Als ich diesen silber-pinkfarbenen Fisch im Wasser glitzern sah, wusste ich, dass ich meinen persönlichen Rekord gebrochen hatte, den ich vor 22 Jahren aufstellte. Ein wenig später hatte ich einen der schönsten Regenbogenforellen im Netz, den ich je gesehen hatte. Ich weiß nicht, ob es an den Farben oder an der Größe lag, dass der Fisch so etwas Besonderes für mich war. Diesen Tag werde ich jedenfalls niemals vergessen: Ich fing einen Fisch von fast 7 kg und einen von fast 8 kg. Ich brach meinen eigenen Rekord, zweimal an einem Tag!  Von diesem Tag an versuchte ich nicht, diesen Rekord zu brechen, sondern hatte es auf die seltenen Fische abgesehen – so wie die Tigerforelle, die Bachforelle und den Bachsaibling.

        Im Laufe der Jahre hatte ich das Glück, viele fantastische Orte auf der ganzen Welt zu besuchen, doch nichts gibt mir einen solchen Adrenalinstoß wie einen Fisch zu fangen. Ich hatte schon einen Marlin und einen Arapaima an der Angel, doch nach wie vor fasziniert mich die Forelle. Heute lebe ich außerhalb von London und neben meinem stressigen Alltag finde ich trotzdem die Zeit, um angeln zu gehen. Jeder Fang erinnert mich daran, wieso ich diesen Sport so sehr liebe. All das Wissen, das ich im Laufe der Jahre durch Begegnungen mit anderen Anglern gesammelt habe, habe ich an meinen eigenen Sohn im Teenager-Alter weitergegeben. Eines Tages werde ich meine traditionelle Ausrüstung an ihn weitergeben und hoffe, dass sie für viele Generationen in der Familie bleibt.

        Meine vier Tipps für das Fliegenfischen

        1. Wirf den Köder schnell und langsam und wechsle so lange, bis du weißt, wann die Fische anbeißen.
        2. Mach dir Baumstümpfe, umgefallene Bäume und Überhänge zunutze, denn an diesen schwer zugänglichen Stellen tummeln sich die Fische.
        3. Falls das Köderwerfen am Anfang nicht so gut klappt, keine Sorge: Es braucht einfach Übung.
        4. Bleib nicht an derselben Stelle, sondern bewege dich, um die Fische zu finden.

        Mein liebster Köder ist die Zuckmücke, wegen ihren vielseitigen Farben und Mustern. Sie kann zu jeder Jahreszeit genutzt werden.

         









        Zutaten zum Grillen:


        2 Forellenfilets mit Haut.

        1 Esslöffel Olivenöl.

        1 Esslöffel Butter.

        1 Knoblauchzehe, klein gehackt.

        3 Esslöffel gehackte frische Petersilie.

        1 Esslöffel Zitronensaft.

        Salz und Pfeffer zum Abschmecken.

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